Hitchhiking from Switzerland to Papua. Some reports of a traveler. Autostopp von der Schweiz nach Papua ohne Flugzeug zu benutzen. Ein grobes Tagebuch eines Globetrotter.
Malaysia
4.1.2012- 15.1.2012
Der Schmerz ist intensiv und macht einem benommen. Ich mache weiter, wie wir es seit 6 Tagen üben. Nähmlich nichts zu tun. Nicht zu reagieren, nichts zu denken und nur zu beobachten was für Empfindungen man hat. Und plötzlich verschwindet aller Schmerz. Ich sitze in meinem leeren Körper und beobachte einen Sternenhimmel um mich herum. Ein glitzern von jucken, kribbeln oder Schmerz. Alles kommt und geht, kein Moment ist wie der vorherige. Herrlich.
The pain is intensive and makes me dizzy. I keep on going, like the last 6 days of training. I keep on, to do nothing. I don't react, I don't think and I just observe the sensation of my body. And suddenly the pain disappeares. I'm sitting in my own empty body and observe from inside my skin full of feelings like I would look at a sky full of glittering stars. A sparkle of itching, prickling or pain. Everything comes and disappeares, no moment is like the last one. Amazing.
Aber jetzt von Anfang an. Ich schreibe hier meine Erlebnisse um einen Eindruck zu vermitteln und verunsicherten Menschen eine Idee zu vermitteln, um was es bei Dhamma Vipassana geht. Mehr Informationen über die Theorie.
But now from the Beginning. I'm writing about my experience to give an impression for others, to give an idea what Dhamma Vipassana is about.
More Information about the theory.
Das Erlernen der Technik
Tage 1-3
Man beginnt mit einer Einführung. Man beobachtet den Atem und die Gefühle auf der Haut einer bestimmten Region. Diese Region wird bei jeder Theorie mehr verkleinert. So wird man immer sensibler. Als dann zwei Fliegen auf meiner Nase 5 Minuten lang miteinander flirteten, brauchte es all meine Beherrschung mich nicht zu rühren. In den ersten drei Tagen geht es in der Theorie nur um die Technik. Was man durch den Tag erlebt, wird einem dann am Abend erklärt. Später wird auch erwähnt was dies alles für den Buddhismus bedeuted. (Dass sich etwa die Seele reinigt). Mir passte es nicht, dass einem erklärt wird, dass man wiedergeboren wird und so. Zuerst wollte ich abhauen, doch wegen der Neugier was am nächsten Tag kommen mag, blieb ich dann doch...
Tage 4-6
Weil man sich lange in der gleichen Position ist, rebelliert der Körper. Der Schmerz wurde immer intensiver, und mir gelang es immernoch nicht länger als 30 Minuten in der Lotusposition zu bleiben. Nach dem Meditieren kann ich die ersten 20m nur humpeln. Auch das Schweigen wird lästig. Vorallem dass 100 Menschen in absoluter Stille nebeneinander sitzen ohne dass jemand schwatzt ist komisch. Es wird nicht gelacht. Die Technik wird ein bisschen komplexer, aber immer noch leicht zu erlernen. Die Leute fingen sich an zu verändern. Plötzlich sieht man gestandene Männer am Ameisen beobachten oder plötzlich lächeln. Dies waren die Momente wo ich mir dachte: In was für einem Hippie- Klub bin ich denn hier gelandet. Zusammen mit schlaflosen Nächten (man macht keinen Sport) wollte ich fast jeden Tag weg. Ich fühlte mich wie in einem Gefängniss. RAUS HIER!
Dann veränderten sich die Empfindungen und ich beobachtete meinen Körper, wie ich ihn noch nie gefühlt habe. Keine Wunder, keine Ekstase. Aber neue Beobachtungen. Ich fühlte mich wie ein Stein. Oder eben, ich sass unter einem Sternenhimmel von Gefühlen. Der Zustand verging. Doch ich wollte unbedingt wieder dahin zurück. Und je mehr ich es wollte um so weniger gelang es mir. Ich wurde wütend. Es gelang mir nicht mehr den Schmerz auszuschalten. Einfach Scheisse.
Oft half mir dabei dem Lehrer ein paar Fragen zu stellen, was zwei Mal am Tag erlaubt ist. Doch diesmal half nicht einmal dies. Am Tag 7 will ich weg.
Tage 7-9
Ich bemerkte, dass ich der einzige wäre, der den Kurs verlässt. Und ich sah, dass auch meine Nachbaren Schmerzen hatten. Es war extrem anstrengend das Ganze. Ich konnte einfach nicht gehn. Die Stimme des indischen Lehrers in der Theorie wurde nervig. Ich will meine Freiheit zurück. Nur noch 3 Tage...
Ich machte kaum mehr Fortschritte. Ich schlief nicht und vegetierte vor mich hin. Ich beobachtete Dinge um mich herum. Bei einem Spaziergang biss mich eine Mücke. Ich reagierte nicht mehr. Sie stach. Ich fühlte wie die Haut sich verändert, wie sie sich sattsaugte und wegflog. Es war mir egal.
Und genau darum geht es.
Gleichgültigkeit.
Unbeständigkeit.
Am neunten Tag machte ich wieder Fortschritte. Ich beobachtete neue Sachen. Doch ich hielt nicht mehr daran fest. Der Schmerz verschwand, doch ich freute mich nicht deswegen, ich wusste, er wird wieder kommen. Und dann wieder gehen.
Tag 10
Schritt für Schritt wird einem das Kommunizieren wieder erlaubt, um die Leute auf die ''Aussenwelt'' vorzubereiten. Das Meditieren ging aber weiter. Ich bemerkte, wie die Leute aufgestellt und kritisch waren. Es ergaben sich gute Diskussionen daraus. Jeder machte komplett andere Erlebnisse, aber alle lernten etwas über sich.
Schnell verschwanden die Tugenden und wir blödelten herum. Ein Franzose meinte nach diesen 10 Tagen müsse er sich dringend besaufen und eine Frau flachlegen...
Wir lachten viel am 10. Tag.
To learn the technique
Days 1-3
It starts with an introduction. You have to observe the breath and the feelings on sertain parts of the skin. This parts are getting smaller and smaller in every theory. You get more and more sensible. This was a bit of a stress, when two flyes flirted with each other... on my nose. It took all my consentration not to move at all in such a situation. In the first 3 days the theory was only about the technique. During the day you make some experience and on the thirt day, they begin to explain what this means to buddhist. (Kind of, to clean the soul) I didn't like this part. I don't want any explanation, why we gonna be reborn and stuff. First I wanted to leave the course. But because of my curiousity about the next step, I stayed...
Days 4-6
During meditation, you shouldn't move your body at all. This coses ache. The pain was getting bigger and bigger and I could never stay longer then 30 minutes in the Lotus position. After the meditation I was always hobbling the first 20 meters. The silence was something unknown too. 100 persons are sitting around and theres just no noise at all. No laughts. The technique gets a bit more complex in that point, but still easy to learn. I observed how the people around me changed. Suddenly you can see a massive man observing some ants or flowers and smile. In these moment I was just thinking: ''What a hippie thing is happening here!''. After I slept not at all (you don't make any sport) I felt like in a prison and just wantet to: ''Get the hell out of here!''.
But then the sensations changed and I've seen the body like I've never seen him before. No wonders. No ecstasy. But just new observations. Once I felt like a stone. Just one piece of rock. Another time the feelings looked like a sky of stars. This experience was impermanent. But I really wanted to keep on feeling this. And the more I wanted it, the less it worked out. I got angry. And the pain was again just horrible. Shit.
Normally it helped to ask my teacher some questions about it, what's allowed twice a day. But not this time. I wanted to leave on day 7.
Days 7-9
If I leave the course, I would be the only one... I've seen the others faces. They had pain too. It was just exhausting the whole thing... The indian teachers voice became just bothersome. Everything is uncool. Only 3 days are left...
I didn't make any progress. I didn't sleep and was just on stand by during the day. I just oberved things around me. When I was walking outside, a mosquito comes to me. It bites me and I feel how the skin change. It leeches my blood and fly away. I didn't care.
But actually, this was it, whats it about.
Equality.
Impermanence.
On the ninth day I made some advances. I observed things without get attached to it. The pain disappeared, but I knew it gonna come back again. Just to go away again.
Day 10
Step by step the communication gets allowed to prepare the people for the world ''outside''. But the meditations go on. I realized how positive but ciritcal the people have been. We had awesome discussion after this time. Everyone made completely different experience, but everybody learned something about themselfs.
The good virtues got lost quite fastly and we were joking around. A french guy sad: ''After this 10 days I urgently have to get drunk and to fuck around...''
We were lauthing a lot ont the 10. day.
Kritik
Ich wurde sehr kritisch, als Erklährungen über den Buddhismus kamen, schliesslich lass ich mich doch nicht zum Narren halten und so einfach indoktrinieren. Zu viele blinde Gläubige habe ich auf dieser Reise angetroffen. Ich blieb dann aber bis zum Schluss. Ich akzeptierte es, als sehr lehrreich, ohne den Glauben zu übernehmen.
Und lernen tat ich tatsächlich viel darüber.
Immer wurde betont, dass es ok ist, eine Religion zu haben und nie wurde verlangt genau das zu glauben, was einem gesagt wird. Alles gut. Sie wollten glaubhaft nur die Meditation vermitteln.
Critics
I became very critical, when they started this explanations, I don't let people messing around with me. I've seen too many blind people, because of some religious believes. But finally I kept on doing till the end.I accepted the information, without taking over their believes.
And I actually learned a lot.
It was always very open and we were always told, so its ok to have a religion and they never asked to take over their believes of buddhism. They just wanted to teach this kind of meditation. They've been very credible.
Schlussendlich möchte ich allen empfehlen einen solchen Kurs einmal zu machen.
Finally I can recommend to everyone do this course and make this experience.